RM Rudolf Müller

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stecken Baufachleute in einem Dilemma: Die Liste bekannter Schadstoffe wie Asbest, PCB, Schimmelpilze, Radon oder Chlorparaffine, mit denen sich Wissenschaftler, Sachverständige und Sanierer beschäftigen, wird alljährlich nicht kürzer, sondern länger. Auch die Vielfalt von Bauprodukten nimmt weiter zu, Langzeit- und Wechsel-Wirkungen sind aber noch nicht vollumfänglich erforscht. Eine ganze Branche lebt von der Sanierung belasteter Gebäuden. 

Darauf reagieren die Kunden, private wie institutionelle Bauherren, mit der Forderung nach gesunden Gebäuden und bereits im Zuge der Planung mit der Forderung nach der Vermeidung möglicher Entstehungsgründe für Schadensfälle. Die Schlagworte der Kunden lauten Wohngesundheit, Clean Living, natürliche Baustoffe oder Nachhaltigkeit.  

Doch was ist ein gesundes Gebäude?  
Welche Regelwerke und Leitsysteme (wie Zertifizierungen, Prüfsiegel etc.) gilt es zu beachten?  
- Wie reagiere ich als Planer oder Ausführender auf die Forderung nach einem gesunden Gebäude? Wie lässt sich dies gar für das eigene Marketing nutzen? 
- Welche Kriterien gelten für die Innenraumluftqualität? 
- Wie erkenne ich schadstoffarme Baustoffe? 
- Wie gehe ich als Bauverantwortlicher mit subjektiven Eindrücken der Nutzer, zum Beispiel bei Gerüchen, um?  

Die Fachreferentinnen und Fachreferenten des Forum Gesundes Bauen geben Antworten zu diesen aktuellen Fragen und Anforderungen der Branche und der Kunden.   

 

Referenten

Unser Referentinnen und Referenten spiegeln umfassend die Wertschöpfungskette beim gesunden Bauen wider. So spricht unter anderem Architekt Michael Welle über seine Motivation und Vorgehensweise beim gesunden Bauen. Dr. Astrid Gräff gibt einen Überblick über die aktuelle Gesetzeslage und Regelwerke. Dr. Frank Kuebart und Daniel Tigges vom eco-INSTITUT sprechen über die Luftqualität in Innenräumen sowie unterschiedliche Zertifizierungen und Label. Rechtsanwalt Matthias Wilke beleuchtet juristische Aspekte.

Zielgruppe

Das Forum Gesundes Bauen wendet sich an Fach- und Führungskräfte der Bau- und Immobilienwirtschaft, Behörden und Verbände, Architekten und Planer, Bauingenieure und Energieberater, Handwerker des Bau- und Ausbau-Gewerbes, Gutachter und Sachverständige, Baustoffhersteller und Baustofffachhandel sowie Fachanwälte für Miet- und Baurecht.